Fachbereich Katholische Religion

Reporter im Religionsunterricht

Angesteckt von den Kinderwochen der „Rheinzeitung“, die wir extra aus diesem Grund für den katholischen Religionsunterricht bezogen, hat sich der Religionskurs 6c/d  nun selbst auf den Weg gemacht um Reporter zu werden. Sie sollten einen Artikel schreiben.Einzige Bedingung des Arbeitsauftrages war, dass der Inhalt des Artikels auf dem aktuellen Thema des Religionsunterrichtes „Evangelisch und Katholisch“ fußen musste.Der Kurs war also sehr frei in der Gestaltung, konnte aber auch gerne auf die Inhalte des Unterrichtes als Impulsgeber  zurück greifen, sodass sowohl Transfer als auch Reproduktion gezeigt werden konnten. Hinsichtlich des Unterrichtes blieb wohl vor allem die gelungene Exkursion zur evangelischen Kirche vielen in Erinnerung, denn  die Führung durch das Gebäude und das Impulsreferat von Pastor Risch waren sehr überzeugend und engagiert.

Einige Auszüge dessen, was die Religionsreporter zu schreiben wussten, kann man im Folgenden lesen.

Für die Fachschaft katholische Religion

Fachschaftsvorsitzende Pia Hannes 

 

Kennst  du den Unterschied zwischen dem katholischen und evangelischen Glauben?

Ein wichtiger  Unterschied zwischen katholischer und evangelischer Kirche ist die Heiligen-Verehrung.  Die Katholiken beten zu Verstorbenen, die vom Papst heilig gesprochen wurden und bitten darum, dass diese ihnen helfen.  Außerdem haben die Katholiken einen Papst als Oberhaupt . Er ist der Nachfolger Jesus. Er lebt im Vatikan in Rom. Das ist ein eigenes Land, der kleinste Staat der Welt. Z. Zeit ist ein Deutscher Papst, Papst Benedikt XVI. Er kommt aus Bayern. Die Katholiken gehen mit ungefähr 9 Jahren zur Kommunion. Hierbei darf man das erste Mal  zum Altar gehen und bekommt die Hostie, den Leib Christi. Mit 14 Jahren gehen sie zur Firmung. Hierbei sollen sie an die Taufe erinnert werden. Die evangelischen Kinder gehen mit ungefähr 14 Jahren zur Konfirmation.  Das kann man vergleichen mit der Kommunion und Firmung in einem. Bei den Katholiken dürfen nur Männer, die Pastor sind, Messe halten und sie dürfen nicht heiraten.  Bei den evangelischen Christen dürfen sogar  Frauen  Priester werden und dürfen verheiratet sein. Bei Beiden wird das Brot in den Leib Christi verwandelt und der Wein in das Blut Christi. Die Katholischen glauben, dass das nach der Messe so bleibt und stellen die Hostien in den Tabanakel.  Die evangelischen Christen glauben, dass die Hostie nach der Messe wieder zu Brot wird.

Jetzt kennst du schon viele Unterschiede zwischen katholischen und evangelischen Christen.

 

Teilung des Christentums ?

„Christentum“ ist ein Sammelbegriff aller Religionen, deren Anhänger an Jesus Christus als den Sohn Gottes glauben, der die Menschheit von den Sünden erlöst hat und vom Tode auferstanden ist. Bei den christlichen Religionen gibt es viele Gemeinsamkeiten aber auch unterschiedliche Auslegungen des christlichen Glaubens. Die unterschiedlichen christlichen Gemeinschaften haben sich seit dem 11. Jahrhundert durch zahlreiche Glaubenskämpfe gebildet.

Bei den ersten Glaubensstreitigkeiten ging es vorwiegend um das Kirchenoberhaupt, den Papst. Im Jahre 1054 kam es zur Spaltung des Christentums in eine Westkirche (katholische Kirche) und eine Ostkirche (griechisch orthodoxe Kirche).

Die Reformation im 16. Jahrhundert brachte eine weitere Aufsplitterung und die Gründung verschiedener evangelische Glaubensgemeinschaften.

Die Westkirche wurde seit dem Jahre 1517 durch Luther, Calvin und Zwingli reformiert. Ziel der Reformation war es, den christlichen Glauben weniger streng zu gestalten.

Somit lassen sich vier Hauptgruppen zusammenfassen: die römisch-katholische Kirche, die orthodoxen Kirchen, die protestantischen und die anglikanischen Kirchen.

Zwei kleinere Gruppen sind die Äthiopische Kirche und die Koptische Kirche in Ägypten.

Aber gibt es überhaupt eine Teilung? Unser Glaube beruht doch auf der gleichen Grundlage, der Bibel, und wir alle haben doch dieselbe Verantwortung für die Welt.

Leon Dietrich und Leon Tot,  Klasse 6 c

 

Eine kleine Kapelle mitten im Hunsrück

Leiningen. Wie jedes Dorf im Hunsrück ist Leiningen ein   richtiges Bauerndorf gewesen. Zu jedem Bauerndorf gehört auch eine Kirche ( Kapelle ).Die Geschichte der Kirche selbst  begann ca. im Jahre 1000. Damals war es nur ein kleiner Tempel, den die Ureinwohner von Leiningen fanden. Um diesen Tempel,  der zu Beginn noch ziemlich gut erhalten war, wurde das kleine Dorf  Leiningen errichtet. Im Laufe von 75 – 100 Jahren zerfiel er mehr und mehr. Die Bewohner des Dorfes Leiningen fingen an, aus den alten Tempelsteinen eine prächtige Kirche zu bauen. Die Bauzeit betrug 10 Jahre. Es fehlte nur noch die Inneneinrichtung.  Nach einem halben Jahr war auch die Inneneinrichtung fertig. Als die Schweden mit einer ganzen Armee und scharfen Waffen nach Leiningen kamen, machten sie die schöne Kirche, die die freiwilligen Helfer mühsam aufgebaut haben, wieder kaputt. Sie brannten auch das ganze Dorf nieder. Die Häuser, die damals nur aus Lehm bestanden, wurden ganz leicht zum Brennen gebracht. Die Familien, die in den Häusern wohnten, hatten plötzlich kein Dach mehr über dem Kopf. Auch die Kirche war aus denselben Rohstoffen wie die Häuser, deswegen brannte sie ebenso bis auf die Grundmauern nieder. Nach ungefähr einem viertel Jahr bauten die Bewohner des damaligen Leiningen sich ein kleines Bauerndorf mit etwa 35 Häusern wieder auf.  Als sie alle Häuser fertig gebaut und eingerichtet hatten, bauten sie diesmal nur noch eine kleine Kirche ( Kapelle ). Sie bekam den Namen „Die heilige Kreuzkapelle“. Von dem Leininger Schicksal bekam auch Martin Luther etwas mit. Er kam mit ein paar Männern der evangelischen Kirche. Weil Leiningen zu der Zeit noch keine Religionszugehörigkeit hatte, hat Martin Luther aus Leiningen ein evangelisches Dorf gemacht. So wurde auch die Kirche evangelisch. Doch im Laufe der Jahre verschwand Martin Luthers Einfluss wieder. Weil das Dorf im Umkreis vieler anderen katholischer Dörfern lag, wurde das Dorf Leiningen  mit der Zeit auch wieder katholisch. Man sagt, dass sich unter der Kirche ein Geheimgang aus dieser Zeit befindet, in der ein goldenes Lamm versteckt sein soll. So etwas wurde aber nie gefunden. Heute ist Leiningen ein Dorf wie jedes andere auch. 10 % der Einwohner sind heute noch evangelisch. Der Rest, also 90 %, sind katholisch. Leiningen ist heute noch bekannt durch die heilige katholische Kreuzkapelle.

Von Lisa Schleicher und Lea Karbach

 

Eine Tür weiter

Unsere Religionslehrerin Frau Hannes hat für die 6c/d der IGS Emmelshausen einen Monat die Rhein-Zeitung bestellt, da diese das besondere Kinderangebot im November und Dezember bereitstellt. In diesem Zusammenhang kam die Idee, selbst etwas zum Thema Religion für Kinder zu schreiben. Was uns spontan zu Religion eingefallen ist, war, dass wir es total schade finden, dass die Protestanten eine Tür weiter sitzen. Sie müssen für ihren Religionsunterricht den Klassenraum regelmäßig verlassen, weil „Katholisch“ und „Evangelisch“ getrennt unterrichtet werden, dabei sind beide Gruppen doch Christen. Die Unterschiede der beiden Religionen sind unserer Meinung nach nicht all zu groß, wenn wir uns den Stoff ansehen, der hinter beiden Türen besprochen wird. Der Unterrichtsstoff, den wir zur Zeit in den katholischen Religionsstunden durchnehmen, befasst sich mit den christlichen Konfessionen und deren Unterschieden untereinander und die „Evangelischen“ machen das auch. Wir waren sogar zusammen auf  Exkursion zu der evangelischen Kirche. Auch die anderen Themen, die wir bisher durchgenommen haben, hätte man gemeinsam mit der anderen Religionsgruppe unterrichten können.

Aus diesem Grund finden wir es schade, dass unsere Freunde und Mitschüler zur Religionsstunde die Klasse verlassen. Alle Christen glauben doch an den einen Gott und haben so viele Gemeinsamkeiten. Wir finden, es gibt mehr was uns gemein ist als was uns trennt.

Quelle: Jakob und Jonas
IGS Emmelshausen